1. Sommerferien

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August 2019
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Aufstellung der Maßnahmen in der Berufsorientierung im Schuljahr 2017/18

 

Das Kernfach der Berufsorientierung ist das Fach AWT (Arbeit/Wirtschaft/Technik), das in allen Jahrgangsstufen der Mittelschule fest verankert ist. Weitere Eckpunkte:

 

Klasse Inhalt Bemerkung
7 (2018/19) a)      Potentialanalyse

b)      Schülerpraxiscenter: Sammeln praktischer Grundlagen in drei Berufsfeldern

c)      Freiwilliger Praxiskurs Metall

Durchführung an der  Schule bzw. Lehrwerkstätten in Passau,

Durchführungsdauer: März, April

 

Zusammenarbeit mit Partnern der Schule: Metallbau Wagner +Franz Wochinger; einmal monatlich, Durchführung an der Schule

Verantwortliche Lehrkraft: J.Weiß

8  

a)      Drei Betriebspraktika

b)      Freiwilliger Praxiskurs Metall

c)      Betriebserkundungen

d)     Projektprüfung(Übung)

e)      BIZ (Information über Berufsfelder)

 

Dauer: je eine Woche

vgl. 7. Klasse

Zusammenarbeit mit Partnern der Schule

Passau, Berufsbilder-Info

Verantwortliche Lehrkraft: J.Weiß

9 a)      Bewerbungstraining

b)      Freiwilliger Praxiskurs Metall

c)      Betriebserkundungen

d)     Projektprüfung (Quali)

e)      Ausbildungsmessen

f)       Individuelle Betreuung durch die Arbeitsagentur  Passau

(Frau Unverdorben)

Kostenlos über AOK, Frau Loibl

vgl. 7. und 8. Klasse

vgl. 8. Klasse

 

Passau,

Ilzer Land in Röhrnbach…

Verantwortliche Lehrkraft: J. Weiß

 

 

Perlesreut, 12.03.2018  gez. Franz Hurzlmeier, R

 

Die „Praxiskurse“  gibt es seit zwölf Jahren

 Vor zwölf Jahren gab es die öffentliche Diskussion um die Leistungen der Schulabgänger: Fehlendes Interesse, mangelnde Motivation, Grundlagendefizite! Das war Auslöser für einen „Runden Tisch“ mit dem Thema „Was erwartet die heimische Wirtschaft konkret von den Schulabgängern der Mittelschule?“ an der damaligen Hauptschule Perlesreut, an dem 36 Teilnehmer der heimischen Wirtschaft,  Bürgermeister Manfred Eibl, Vertreter der Berufsschule, Elternbeirat, Schülersprecher und das Kollegium teilnahmen. Wie zu erwarten wurden die anfangs erwähnten Defizite bestätigt: „Die Schulabgänger müssen Interesse und Durchhaltevermögen mitbringen und über Grundkenntnisse verfügen, alles andere bringen wir Ihnen schon bei!“ Fortan bestimmte dieses Fazit auch die tägliche Arbeit mit den Schülern und war sozusagen unser „zweiter“ Lehrplan!

Bei dieser Versammlung ergriff der Bürgermeister der Gemeinde Fürsteneck und Heizungsbauer, Heinz Binder, das Wort: „Wir Unternehmer können das Interesse am Handwerklichen und das handwerkliche Geschick der Schüler überhaupt fördern. Ich biete dazu einen Handwerkskurs aus dem Heizungsbau an!“ Gesagt, getan: Der erste „Praxiskurs“ der Hauptschule Perlesreut war installiert. Rohrverbindungen würden gelötet. Das Interesse der Schüler war groß, obwohl alles außerhalb der Unterrichtszeit angesetzt wurde.

Später stiegen die Handwerksmeister Helmut Eiler jun. , sen. und Manfred Niggl ein. Bei ersterem wurden elektrische Schaltungen gebaut, bei Manfred Niggl wurde ein Kotflügel ausgebeult, gespachtelt und rot lackiert oder einfache Kundendienstleistungen an einem Modellauto ausprobiert. Eine neue Dimension wurde mit dem Metallbauer Ferdinand Wagner erreicht. Mit seiner Unterstützung konnte in der Schule eine kleine Metallwerkstatt eingerichtet werden, die auch von der Regierung von Niederbayern finanziell mitgetragen wurde. Ferdinand Wagner lieferte auch gleich einen „Metalllehrplan“ mit, nach dem u.a. interessante Kunstwerke erstellt wurden.

Von Anfang an war aber auch Franz Wochinger im Boot, der als Schreiner und Metaller gleich zwei Bereiche kompetent abdeckt und auch den Maschinenpark an der Schule bis heute am Laufen hält. Zahlreiche Projekte tragen seine Handschrift, wie z.B. die Anfertigung von Einbauschränken für ein Klassenzimmer  und aktuell heißt sein Praxiskurs „Bau eines Gerätewagens für Beamer und Dokumentenkamera aus Holz und Metall!“ Diesmal gab es gar eine kleine Warteliste bei den Bewerbern.

Doch braucht Franz Wochinger einen verlässlichen Partner auf Schulseite, und das ist Studienrat Johannes Weiß. Als Spezialist im Fach Technik begleitet er ebenfalls seit zehn Jahren in seiner Freizeit alle Praxiskurse und ist mit Franz Wochinger zu einem Idealteam gereift. Schulleiter Franz Hurzlmeier: „ Die Beiden stehen für Qualität und Kontinuität und darüber bin ich sehr glücklich. Denn Eintagsfliegen mag ich nicht!“

In allen Mittelschulen der Gegenwart ist die Berufsorientierung der Schüler durch Einbeziehung externer Partner auf eine professionelle Ebene gehoben worden, doch die Praxiskurse sind weiterhin eine sinnvolle und beliebte Ergänzung, die nach wie vor von der Regierung gefördert werden.

Die Arbeitsagentur Passau, vertreten durch die Berufsberaterin Frau Unverdorben, ist ein unverzichtbarer Partner in der Berufsorientierung für unsere Schüler. Sie ist alle 14 Tage den ganzen Vormittag für unsere Schulabgänger und auch deren Eltern anwesend und berät und vermittelt Lehrstellen. Denn: Oberstes Prinzip unserer Berufsorientierung ist der passgenaue Zukunftsplan für jeden Schüler, sei es im Ausbildungsberuf, im Berufsgrundschuljahr oder in der weiteren Schullaufbahn.